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Nun konkretisiert sich auch das Tram Regio Bern, dessen grobe Schätzung mit 260 Millionen Franken plus oder minus 50 Prozent kosten wird.

Bern setzt ganz aufs Tram und das Tram Ost soll durch einen Tunnel auf Rüti Ostermundigen geführt werden



Vorerst stiess bei der Planung einer Tunnelvariante bei der Quartierbevölkerung auf Ablehnung, weil eine unterirdische Endstation ein unsicherer und unangenehmer Ort sein könnte und geologisch für die Realisierung des Tunnels Lockergestein vermutet worden ist, was den Tunnel massiv verteuert hätte.

Nun aber wird der Tunnel bevorzugt
Nun hat eine Begehung der geplanten Strecke mit Projektverantwortlichen vom 6. Mai, welche die Regionalgruppe Bern des Verkehrsclub Schweiz (VCS) organisiert hat, aufgezeigt, dass laut Ulrich Seewer, Leiter Fachstelle Gesamtmobilität der kantonalen Baudirektion, dass man inzwischen eine Bestvariante für die Endstation Ostermundigen Rüti gefunden habe.


Für die Überwindung des Rütihogers steht nun doch der Tunnel im Vordergrund. Ende Oktober 2009 die Tunnelvariante als die teuerste bezeichnet worden. Die unbekannte Geologie erschwere die Kostenabschätzung, hiess es damals.
Den Umschwung brachten die geologischen Abklärungen. Nicht Lockergestein, sondern einen stehenden Sandsteinfelsen ist festgestellt worden. Dies vereinfacht die Tunnelvortriebarbeiten wesentlich. Sodass sich die Mehrkosten für den Tunnel gegenüber zwei oberirdischen Linienvarianten zur Überwindung der Steigung auf den Rütihoger relativierten. Eine Aktualisierung der Kostenabschätzung sei allerdings noch in Arbeit. Ob die Kosten für das gesamte Projekt weiterhin auf rund 260 Millionen Franken geschätzt würden, könne gegenwärtig nicht beantwortet werden.

Auch Ostermundigen will den Tunnel
Dass auch für Ostermundigen der Tunnel im Vordergrund steht, bekundete am Mittwoch auch Gemeindepräsident Christian Zahler (SP). Diese Variante sei nicht so schlecht, wie man zuerst befürchtet habe.


Doch entschieden ist damit noch nichts. Zwar ist aus Planungssicht die favorisierte Variante der Streckenführung diejenige mit dem Tunnel. Aber es sei ein dynamischer Prozess, betonte Ulrich Seewer. Denn die betroffene Bevölkerung und die Anwohner sollen stark mit einbezogen werden. So wird im Juni die Linienführung des Trams Region Bern in öffentlichen Foren diskutiert werden.

Nun soll auch der Eigerplatz aufgewertet werden
Der Eigerplatz Bern ist ein grosser Verkehrsknotenpunkt. Die grossen Verkehrsachsen zerschneiden den Platz im Mattenhofquartier in unzusammenhängende Teile. Das Projekt Tram Regio Bern bietet nun die Chance, den vernachlässigten Platz aufzuwerten. Denn das geplante 10-Tram von Ostermundigen nach Köniz quert den Eigerplatz. Ein Architekturwettbewerb für die Neugestaltung des Platzes als Vorprojekt ist ausgeschrieben worden. Zwei Gewinner sind nun von Stadt und Kanton präsentiert worden.
Die Wettbewerbsjury hat zwei Projekte berücksichtigt, weil diese je in einzelnen Teilen, aber nicht rundum überzeugten. Das Projekt «Promunturium» der Hager Landschaftsarchitektur AG überzeugte in seiner städtebaulichen Gestaltung. Jenes für die Verkehrsführung aber stammt vom Team um die Berner Ingenieurfirma B+S AG mit dem Projekt «Eigertram». Dieses sieht einen ovalen Kreisel für die Verflüssigung des Verkehrs vor. Dies schafft Raum zwischen dem Eigerhochhaus im Süden und der Post im Norden.
Das Herzstück der Neugestaltung (Tramstationen) soll aus der Strassenmitte an den östlichen Rand des Eigerplatzes mit verlängerten Tramperrons verlegt werden. Zwei leichte Glaskonstruktionen werden die Trampassagiere schützen. Die östliche Überdachung würde bis vor die Coup-Filiale geführt.
Bund und Kanton werden das Gesamtprojekt zum grössten Teil finanzieren. Die Kosten der Planung trägt zu 80 Prozent der Kanton. Dies gelte auch für die Planung des Eigerplatzes.


Es tut sich also einiges in Bern, worauf sich die Berner freuen dürfen.

Text: Andreas Moning
Projektmodelle: zvg z,B Hager Landschaftsarchitektur AG


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