|
Baukader-Archiv
|
|
|
Sanierung des Hospiz zum Hotel, Roland Beck, 09 2010
Das Alte Hospiz trotzt dem rauen Klima der kargen Bergwelt. Die hoch aufgerichtete Hauptfassade mit ihren gedrungenen Fenstern zeigt nach Süden, während sich das Gebäude auf den Wetterseiten durch ein steiles, weit heruntergezogenes Dach schützt. In einem Konzeptwettbewerb zum Ausbau des Gotthard-Hospizes als Dependance des Passhotels, siegte das Projekt des Basler Architekturbüros Miller & Maranta. Schützender Bleimantel Das Projekt verstärkt die prägende Architektur, integriert die Kapelle und platziert die Hotelräume unter ein mehrere Stockwerke hohes Dach mit markanten Lukarnen. Um die Ästhetik des trutzigen Bauwerks zu unterstreichen, wählten die Architekten für das Dach eine Abdeckung mit Blechbahnen aus Blei. Farbe, Schwere und Teilung wirken grob, aber grundsolide. Auch die neuen Lukarnen werden vom schützenden Bleimantel eingehüllt. 100-jährige Tradition und aktuelle Erfahrung Partner für den Bau des Bleidaches ist die Zürcher Bauspenglerei Scherrer Metec AG. Sie kann als einzige in der Schweiz sowohl eine über 100-jährige Tradition, als auch auf aktuelle Erfahrungen im Einsatz von Blei einbringen. «Wir importieren auch einen grossen Teil des Bleis und beschäftigen spezialisierte Bleiverarbeiter», erklärt der Geschäftsführer Beat Scherrer. Weit herum beachtete Beispiele der Zürcher Firma sind die Fassade des Stadttheaters Winterthur sowie das Walmdach des limmatseitigen Anbaus der Rathauswache der Zürcher Architektin Tilla Theus Bauen auf der Passhöhe Ein anspruchsvolles Projekt auf einer Höhe von 2100 Metern zu bauen ist eine besondere Herausforderung. Die Bauzeit beschränkt sich auf die Sommermonate, und auch dann können Kälte, Wind und Regen die Arbeiten einschränken. «Wir setzten hier junge, robuste und bewegliche Leute ein. Wenn die Arbeitsverhältnisse jedoch unmenschlich werden, stoppen wir die Arbeit», sagt der Geschäftsführer. Es ist auch nicht möglich, mehr Leute auf dem Dach einzusetzen, weil sich diese nur in den Weg kommen würden. «Zudem handelt es sich immer um eingespielte Teams, die wissen, auf was es ankommt», meint Scherrer. Dementsprechend lang war die Planungsphase mit den Architekten. Sorgfältig wurde die Teilung der Blechbahnen auf die Dachform und die Lukarnen abgestimmt. An einem 1:1-Modell wurden die Einkleidungen, Falze, Kanten und Übergänge bemustert und Details der handwerklichen Ausführung ausprobiert. Partnerschaft mit Spenglerei vor Ort Wie schon beim Projekt der Botta-Berg-Oase (Grandhotel Tschuggen) in Arosa suchte Scherrer Metec die Zusammenarbeit mit einer örtlichen Spenglerei, in diesem Fall war es die Bless AG in Erstfeld. Ihre Werkstatt vor Ort, die Kenntnis der regionalen Vorschriften und natürlich die Erfahrung mit den extremen klimatischen Bedingungen erweisen sich als wertvolle Unterstützung. Auch die eigentlichen Bekleidungsarbeiten sind eine Teamarbeit von Spenglern beider Unternehmen.mehr...
Sanierung des alten Progr in Bern, 09 2010
Am 29. Juli 2010 hat die Stiftung Progr das Baugesuch für die Sanierung des neoklassizitischen Gebäudekomplexes eingereicht, das seit 1885 bereits als Schule (Gymnasium und Primarschule genutzt worden war. Laut einer Medienmitteilung ist der Hauptbrocken die Sanierung der Sandsteinfassade, die allein einen Drittel der zur Verfügung stehenden Mittel beansprucht. Laut dem Architekten Viktor Hirsig muss offenbar das Dach nicht einer Gesamterneuerung unterzogen und nur repariert werden. Die elektrischen Anlagen werden nur soweit nötig ersetzt. Aula und die Café-Bar Turnhalle werden eine neue, energiesparende Lüftung erhalten. Erneuert und ausgebaut wird die Toilettenanlage. Totalerneuerung will die Stiftung nicht nur aus Kostengründen, sondern sie will nicht die Geschichte dieses Gebäudes verdecken. Öffentlich zugänglicher Innenhof Im geräumigen Innenhof stehen augenfällige Veränderungen an. Dabei wird eine zweit Meter hohe Mauer in der Mitte abgebrochen. In der Mitte ist ein Ausschankpavillon für die wärme Jahreszeit geplant. Die Ahornbäume im Hof werden keinesfalls gefällt, im Gegenteil werden auf der westlichen Seite zwei neue gepflanzt. Der östliche Teil des Hofes ist als «Kulturallmend» vorgesehen, ein «Flecken in der Stadt», der auch für Kulturanlässe zur Verfügung steht. Aber generell soll der Hof öffentlich zugänglich sein. Also auch durchaus ein Raum für Leute, die sich ausruhen oder ihr Picknick essen wollen. Neue Bogenfenstertüren, die enorme Aufwertung der Hodlerstrasse Laut der Mitteilung möchte die Stiftung Progr mit, dass das Sanierungsprojekt zwar behutsam vorgehe, in einigen Teilbereichen gehe das Projekt über eine reine Renovation hinaus. Dazu gehört vor allem das Teilprojekt, die Café-Bar Turnhalle zur Hodlerstrasse zu öffnen. Dabei werden die fünf bestehenden Bogenfenster bis auf Bodenhöhe hinunter geschnitten. Dadurch entstünde ein neuer Bezug zur Hodlerstrasse und ein markante Aufwertung des heute recht unwirtlichen Strassenabschnitts. Die Gäste könnten dann ebenerdig ein- und ausgehen und auf dem Trottoir stünden einladende Tische unter Bäumen. Zudem sei, nach Architekt Hirsig, damit auch die Frage nach Fluchtmöglichkeiten elegant gelöst. Gebremste Euphorie Das Sanierungsbudget des Progr ist mit den 8 Millionen Franken gesicherten Mitteln (Schenkungen, Privat- und Hypothekardarlehen) recht eng geschnürt, zumal ein weiterer kostenträchtiger Posten die Nachrüstung des Brandschutzes sei. Die Stiftung gibt dabei zu bedenken, wenn es bei diesem knappen Budget nicht für alles reiche, wohl als Erstes die neuen Bogenfenstertüren eingespart würden. «Ausser wir finden noch einen Sponsor (siehe Fotomontage) » Das ist eigentlich ziemlich unbegreiflich, wenn bei so tiefen Kosten von Franken 150 000 dieses Teilprojekt mit so grosser Wirkung auf die Strassenschlucht der Hodlerstrasse auf der Strecke bleiben würde. Der Bau- und Zeitplan Das Baugesuch ist also eingereicht, mit der Baubewilligung ist Anfang 2011 zu rechnen. Dennoch beginnen die ersten Bauarbeiten bereits Ende September mit den Gerüstarbeiten für die Sanierung der Fassade. Die weiteren Renovationen erfolgen etappenweise bis Ende 2013. Die Turnhalle soll bis Mitte 2012 umgebaut werden. Auch während des Umbaus laufe der Progr-Betrieb normal weiter. Das Sanierungsprojekt erfolge in engem Kontakt mit der städtischen Denkmalpflege. Dem gesamten Projekt ist daher ein glücklicher Verlauf zu wünschen, zumal es auch vorsieht, wie dargelegt, auch der Öffentlichkeit einen willkommenen Mehrwert am Waisenhausplatz, der Speichergasse und an der Hodlerstrasse zu schenken. Text: Andreas Moning Fotos: Diverse Quellenmehr...
Der Boden als Wärmespeicher, Roland Beck, 09 2010
Der Entscheid zu diesem Projekt wurde 2006 gefällt, als es um die Sanierung der Heizzentrale ging. Die ETH schrieb einen Auftrag öffentlich aus. Es wurden unterschiedliche Projekte eingereicht, die von Holz über Fernwärme bis zu Tiefengeothermie-Projekten reichten. Die Firma Amstein + Walthert überzeugte mit einem Konzept, das die Abwärme im grossen Stile nutzen möchte. «Das bedingt jedoch», sagt Thomas Gautschi, Bereichsleiter Infrastruktur- und Logistikbauten, «dass wir diese saisonal speichern und nutzen können.» Die ETH ist ein Energie-Grossverbraucher Für die ETH Zürich ist das von Bedeutung, weil sie ein veritabler Energie-Grossverbraucher ist. Vergleichbar mit einer Kleinstadt. Der Campus benötigt pro Jahr 30 Gigawattstunden (GWh) Wärme zur Beheizung, zirka 13 GWh an Kälteenergie und 38 GWh Elektrizität. Mit diesem Projekt kommt sie auch der Einhaltung der Ziele der 2000-Watt-Gesellschaft entgegen, den CO2-Ausstoss bis 2020 um die Hälfte zur reduzieren. 800 Erdsonden werden verlegt Was wird gebaut, wie funktioniert dieses System? Auf dem Campus auf dem Hönggerberg wird für einmal nicht in die Höhe, sondern in die Tiefe gebaut. Im Nordosten des Campus wurden die ersten beiden Erdwärme-Speicherfelder für ein nachhaltiges Wärmeversorgungsnetz erstellt.100 Erdsonden - 200 Meter lange Kunststoffrohre - sind es beim Gebäude HPL, 130 hinter dem HCI. Im Abstand von fünf Metern werden die Rohre in den Boden versenkt und anschliessend ans Versorgungsnetz der Gebäude angeschlossen. Bis 2020 sollen unter und neben den Gebäuden von Science City 800 solche Rohre liegen und zusammen mit weiteren baulichen Massnahmen eine nahezu CO2-emmissionsfreie Energiebewirtschaftung des Campus ermöglichen. «Jeder Standort dieser Erdspeicher wurde vorher untersucht und getestet», berichtet Thomas Gautschi. Zu diesem Zwecke wurde 200 Meter tiefe Bohrungen durchgeführt und dann das Erdreich mit Sonden ausgekundschaftet. Wichtig war, die Leitfähigkeit des Erdreichs und die Speicherkapazität zu eruieren. Funktioniert wie Wärmetauscher Das ganze System funktioniert wie grosse Wärmetauscher. Über einen grossen Erdspeicher soll niederwertige Energie, so genannte Anergie, im Erdreich gespeichert und später wieder genutzt werden. Kühlgeräte oder Computerserver, aber auch jeder Student und jede Studentin geben Wärme an die Umgebung ab. Diese Wärme muss im Sommer über Ventilatoren und Kühlgeräte abgeführt werden, ansonsten wäre die Hitze in den Hörsälen und Büros nicht zu ertragen.mehr...
Umbau des Bahnhofs Spiez, BLS, 09 2010
«Der BLS Bahnhof Spiez und die Gemeinde Spiez bilden als Verkehrsknotenpunkt das Tor zur Ferienregion Lötschberg und des westlichen Berner Oberlandes», hält Daniel Wyder; Leiter der Infrastruktur der BLS Netz AG, fest. Das denkmalpflegerisch wertvolle Aufnahmegebäude aus dem Jahr 1914 entspreche nicht mehr den heutigen Bedürfnissen. «Die strukturellen und bautechnischen Mängel erschweren den wirtschaftlichen Betrieb dieses Verkehrsknotenpunkts», erläuterte Wyder. Eines der letzten Bahnhofbüffets in der Schweiz bleibt erhalten Deshalb baut die BLS für rund CHF 10 Mio. den Bahnhof Spiez in einen attraktiveren und kundenorientierten Verkehrsknotenpunkt um. Im Erdgeschoss entsteht ein modernes BLS-Reisezentrum. Gleichzeitig wird ein Avec-Verkaufsshop integriert, während die Raiffeisenbank Thunersee Süd ihre Räumlichkeiten im Ostflügel erneuert. Zudem setzt die BLS ein Zeichen für den Erhalt eines der letzten Bahnhofbuffets der Schweiz, indem moderne Kühl- und Nebenräume gebaut werden. Das Restaurant wird ebenfalls baulich aufgefrischt, am Betriebskonzept ändert sich nichts. Im Obergeschoss entstehen moderne Büroarbeitsplätze In den Obergeschossen entstehen moderne Büroarbeitsplätze mit neuen Sitzungs- und Schulungsräumen der BLS. Im Untergeschoss bauen die BLS neue Garderoben- und Aufenthaltsräume für das Zugs- und Lokpersonal mit allen dazugehörenden Nebenräumen. In der ehemaligen Buffetküche im Untergeschoss ist die Strassendecke stark sanierungsbedürftig und muss auch aus statischen Gründen neu erstellt werden. Aus diesem Grund wird die Bahnhofsstrasse vom 22. Juli bis spätestens 24. September 2010 gesperrt, ist aber am «Spiez-Märit» von Ende September wieder befahrbar. Attraktivere Aussichtsterrasse Die Umgebung des Bahnhofs wird zusätzlich attraktiver durch die «Spiezer Terrasse». Durch den Bau der neuen Strassendecke wird das seeseitige Trottoir um 1.80 m verbreitert. Tritt der Ankommende in Spiez aus dem Bahnhofsgebäude, eröffnet sich dem Betrachter ein überwältigendes Bergpanorama mit Blick auf den wunderschönen Thunersee. Die Lebensqualität in der Gemeinde wird somit offensichtlich weiter gesteigert. Hindernisfreies Benützen der Bahn und Erhöhung der Perronkanten Die Sanierung am Aufnahmegebäude wird abgeschlossen mit den Arbeiten am Dach und an der Fassade. Viele historisch wertvolle Elemente werden im Rahmen der Fassadensanierung wieder hergestellt oder freigelegt. Um auch Bahnkunden mit Handicap ein hindernisfreies und behindertengerechtes Benützen der Bahn zu ermöglichen, wird anschliessend an die Erneuerung des Aufnahmegebäudes die Erhöhnung der Perronkante 1 erfolgen. Der Abschluss der Umbauarbeiten ist auf den Herbst 2011 geplant. Quelle PM der BLS Medienstelle Fotos: Archivmehr...
Wohnblock-Sanierung verteuert günstigen Wohnraum, 09 2010
Als Begründung für die Ersatzbauten statt Sanierung der Wohnbausiedlung im Stöckacker Süd hat der Städtische Fonds Fonds für Boden- und Wohnbaupolitik 2008 argumentiert, die 2-3-Zimmerwohnungen mit teils kleinen und gefangenen Räumen würden nicht mehr den heutigen Bedürfnissen entsprechen. Auch energetisch seien diese Bauten äusserst mangelhaft. Dies sind auch bei der Sanierung des Wohnblocks an der Balthasarstrasse die Gründe.mehr...
Sanierung des Türalihus in Valendas, 09 2010
Nach diesen Analysen wird entschieden, welche Spuren gezeigt und erhalten werden und welche wieder übermalt werden. Ziel ist, dass die Geschichte des Hauses auch an der Fassade ablesbar bleibt. Nach mehreren Jahrzehnten Leerstand ist das Türalihus laut der Stiftung nun eingerüstet. Die Geschichte des Türalihus Das Türalihus steht mitten in Valendas, etwas zurückversetzt vom Dorfplatz an der Hauptstrasse. Es ist eines von mehreren stattlichen Bürgerhäusern in Valendas. Der älteste Teil stammt aus dem Jahre 1485. In späteren Bauphasen wurde der Bau gegen Norden erweitert, aufgestockt und ein Treppenturm angebaut, der dem Haus noch heute seinen Namen gibt. Das heutige Aussehen geht auf einen Umbau von 1775 zurück. Der Turm wurde erhöht und das Innere mit prachtvollem Täfer und vornehmen Öfen herrschaftlich geschmückt. Seit Juli 2007 befindet es sich im Besitz der Stiftung Ferien im Baudenkmal. Zwei grosszügige Ferienwohnungen Es ist geplant, im Türalihus zwei aussergewöhnliche, grosszügige Ferienwohnungen einzurichten. Die historische Substanz wird sorgfältig renoviert und mit zeitgenössischen Küchen- und Badeinrichtungen ergänzt. Die zukünftigen Gäste erwartet ein besonderes Ferienerlebnis in der Atmosphäre eines reichen Bürgerhauses des 18. Jahrhunderts. Der Finanzbedarf Der Gesamtfinanzbedarf beläuft sich auf rund CHF 2.3 Mio. Die erste Renovationsetappe, bestehend aus der Sanierung der Fassade und des Dachs beläuft sich auf rund 1 Mio. Schweizer Franken. Der Innenausbau wird nochmals rund 1.3 Mio. Franken kosten. Diese Finanzierung dieser weiteren Etappen ist nicht gesichert. Die Stiftung Ferien im Baudenkmal ist deshalb auf weitere Spenden angewiesen. Dank Beiträgen von Kanton und Bund, des Schweizer Heimatschutzes und verschiedener Stiftungen sei die Finanzierung dieser ersten Etappe gesichert. Die Termine Die Termine sind abhängig von der Finanzierung. Die erste Etappe wird zurzeit ausgeführt. Die weitere Renovation kann erst erfolgen, wenn die Finanzierung gesichert ist: Renovation Fassade und Dach: 2010 Renovation 1. Wohnung, 2011, Renovation 2. Wohnung 2011/2012. Beginn Vermietung: Sommer 2012 Zvg und Quelle: Schweizer Heimatschutzmehr...

