06. September 2018

Bauen in Klosters: Von Findlingen und einem motivierten Team

Seit Anfang Mai baut Anacleto Duarès, Polier bei der Helg + Kaufmann AG, mit seinem Team ein Mehrfamilienhaus mit acht Ferienwohnungen in Klosters. «Eines der letzten, da die Baubewilligung vor dem Inkrafttreten der Zweitwohninitiative erteilt wurde», präzisiert sein Chef, Zentralpräsident Pius Helg.

Es ist ein sonniger Tag in Klosters, und auf unserer Baustelle des Monats herrscht reges Treiben. Die Eisenleger sind am Werk und wir balancieren über Armierungseisenbündel und -roste. Baubeginn war anfangs Mai 2018. Zuerst wurde die Baugrube im Hang vorbereitet und gesichert. Speziell auf dieser Seite des Dorfes: Der Boden ist voller Findlinge. Das war laut Helg denn auch eine der Herausforderungen: Rund 300 bis 400 m3 Findlinge kamen zum Vorschein und mussten abtransportiert und zum Teil sogar gesprengt werden. «Der grösste wog ganze fünfzehn Tonnen», sagt Helg. Und: «Findlinge sind üblich auf dieser Seite des Tales und zeugen von grossen Bergstürzen, die hier vor Jahrtausenden niedergingen», erzählt Helg. Die kleineren Brocken werden in Böschungen wiederverwendet, die grösseren wandern ins Kieswerk, wo sie zerkleinert zu Betonkies werden. Die Löcher, die in der Baugrube nach dem Abtransport zurückbleiben, müssen gefüllt werden. Das kostet Zeit und Spritzbeton und braucht Flexibilität.

Mitte Juli war die Baugrube vorbereitet, und das Team der Helg + Kaufmann AG konnte mit dem Rohbau beginnen. Tiefgarage und Keller sind mittlerweile betoniert – und weiter geht es mit dem Erdgeschoss, zwei Obergeschossen und dem Dachgeschoss. Ende November 2018 steht der Rohbau, bezogen werden die Wohnungen im Herbst 2019.

Rund 12 Bauarbeiter sind auf dieser Baustelle beschäftigt. Die Helg + Kaufmann AG hat sich vor vielen Jahren dazu entschieden, ihre Baustellen fast ausschliesslich mit eigenen Personal zu bewältigen. Das erfordert in einer Bergregion gute Planung, und eine gute Beziehung zu den Angestellten ist wichtig, denn die Saison ist kurz und viele Mitarbeiter haben im Winter andere Saisonstellen. «Zwei Termine im Jahr sind für uns alle fix: der 31. Juli Firmenfest und der Ski-Tag», sagt Helg. Und wer könne, der sei mit Kind und Kegel dabei.

Freude macht Helg auf dieser Baustelle sein ganzes Team, und ganz besonders der junge, angehende Polier und Baukader-Mitglied Anacleto Duarès, ein junger Portugiese. Begonnen hat er seine Karriere vor rund acht Jahren als Bauarbeiter bei der Firma Helg + Kaufmann AG.

Er hat sich konsequent hochgearbeitet. Mittlerweile ist der motivierte Bauprofi Vorarbeiter und in der Weiterbildung zum Polier. Für einen jungen Portugiesen ist das sprachlich eine grosse Herausforderung. Aber Duarès hat sich gut integriert und spricht sehr gut deutsch. Darauf ist er stolz. Aber lange hat er nicht Zeit für das Foto mit dem Chef. Mit einem halben Ohr ist er immer auf der Baustelle und reagiert sofort, wenn Fragen auftauchen, informiert Helg kurz und knapp über den Stand der Dinge – und verabschiedet sich.

Helg lässt den Blick über die Baustelle schweifen. Was ihm Freude macht? Neben motivierten Mitarbeitern das Bauen überhaupt: «Bauen ist mein Leben – seit der Schulzeit».

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