16. Oktober 2020

Baukader in der Corona-Krise gut aufgehoben!

Die zweite Corona-Welle hat die Schweiz fest im Griff: Wie wurde der Lockdown im Frühjahr von Baukadern erlebt? Was hat sie beschäftigt und wo brauchen sie Unterstützung? Als Verband wollten wir verstehen, wo der Schuh besonders drückt. Rund 150 Baukader haben an unserer Umfrage teilgenommen. Vielen Dank!

Den Baukadern geht es den Umständen entsprechend gut, es sind jedoch ein paar handelsbedürftige Bereiche…

Spürbare Sicherheit

Trotz Umstellung und komplexeren Prozessen herrscht unter Bauleuten eine mehrheitlich heitere Stimmung. Dies zeigt mindestens die auf verschiedenen Baustellen der Deutschschweiz sowie unter Mitgliedern durchgeführte Umfrage von Baukader Schweiz: 80% der Befragten erklären sich mit den Massnahmen zufrieden, fühlen sich vom Staat und Arbeitgeber gut aufgehoben.

Nur ein Fünftel der Befragten war verunsichert und gab an, dass sie aufgrund der Corona-Krise teilweise Angst verspürten. Einzig 4% wurden gezwungen, externe Hilfe seitens Behörden, Ärzte und Verbände zu beziehen, um Abklärungen zum Thema Gesundheit zu tätigen. Nur 1% der Befragten fühlt sich heute immer noch verunsichert.

Positive Auswirkungen und Mängel

Hervorzuheben ist ebenfalls, dass die ungewöhnliche Situation des Lockdowns für die Teilnehmer vielerlei positive Seiten hatte: mehr Zeit mit der Familie, gute Erfahrungen mit Homeoffice, die Zeit einfach geniessen, usw. Bloss eine Person gab an, Unsicherheiten in Bezug auf das Arbeitsverhältnis erlebt zu haben.

Am meisten gefehlt hat den Befragten der soziale Austausch (64%). Die Verfügbarkeit von Drittfirmen und der unregelmässige Kontakt mit dem eigenen Team führte zu geringeren Problemen. 3% haben sich einen grösseren Informationsfluss seitens Medien in Bezug auf die Auswirkungen auf den Beruf gewünscht sowie mehr praktische Angaben zu Rechten und Pflichten für die tägliche Umsetzung der Sicherheitsmassnahmen bzw. intensivere Kontrollen.

Gut informiert, bis zur Umsetzung der Massnahmen

Als Hauptinformationsquelle wurde Radio/Fernsehen benutzt, und wo diese zu kurz kamen, informierten sich die Baukader am meisten beim BAG oder in der Presse. Wo Hilfe nötig war, haben sich die Baukader vor allem an die Behörden gewendet. Es betraf hauptsächlich die Schutzmassnahmen und die Gesundheit. So scheinen wenige Fälle gegeben zu haben, bei den zum Beispiel die Finanzen oder der Rechtschutz im Zentrum stand.

Diese Zahlen korrelieren auch mit den Klickquoten auf der Homepage von Baukader Schweiz sowie die Sonderinformationen über Newsletter. Die Leserate betrug über 60%. Als die Lockerungsmassnahmen nahten, konnte man wieder Interesse für sonstige Leistungen vom Verband feststellen.

Es wurden jedoch mehr Informationen über die Situation auf dem Bau erwartet, und vor allem konkrete Empfehlungen für die Umsetzung der Schutzmassnahmen auf der Baustelle. Gemäss Aussagen sollten realistische Massnahmenideen seitens Arbeitgeber vorgeschlagen sowie Unterstützung in der Kommunikation angeboten werden. Dies würde zu mehr Sicherheit und Verständnis unter den Arbeitern beitragen.

Aufgabe und nächste Schritte

Konkret heisst das für Baukader Schweiz, dass die Informationen im Zusammenhang mit dem COVID 19 weiterhin regelmässig fliessen sollen. Praktische Tipps wären eine Bereicherung.

 

Die Gewinner der Auslosung sind Gugler Thomas, Hubacher Martin, Islami Ridvan und Wiederkehr Roman. 

 

Text: Floriane Dudek

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