24. August 2019

Sektionsausflug Erzbergwerk Herznach

Sektionsausflug Samstag, 24.08.2019 Bergwerk Herznach

 

Treffpunkt war im Restaurant Löwen in Herznach. Zuerst stärkten wir uns mit einem sehr feinen Essen.

 

Um 13.30 Uhr begrüsste Luciano Caltana unsere Gruppe zur Führung in der Ausstellung. Hier erfuhren wir das Geschehen um diesen Berg. 1937 konnte das Bergwerk Herznach seinen Betrieb aufnehmen. Diverse kleinere und grössere Versteinerungen sind hier auch zur Schau ausgestellt.

 

Anschliessend erfolgte die Bähnlifahrt zum Stollenportal. So ratterte und schaukelte es wohl wie früher mit dem Erz, das aus dem Stollen befördert wurde. Jetzt ging es zur Stollenbesichtigung. Ein kühler, leicht feuchter Stollen erwartete uns. Dank der Stollendachsicherung sind schon einige Gänge begehbar. Zuerst erblickten wir die Figur der hl. Barbara, Schutzpatronin der Mineure. Viele Versteinerungen erblickt man hier beim genaueren Hinsehen. An den Wänden sieht man Fotos aus der Zeit, als hier Erz abgebaut wurde. Die Loren wurden in mühseliger Handarbeit beladen und dann zum Silo herausgefahren. In der Hochsaison, 1939 bis 1944, arbeiteten hier bis 140 Arbeiter und kamen so zu ihrem Einkommen. 1943 betrug der Stundenlohn Fr. 1.17.  Ab 1942 transportierte eine 4,2 km lange Seilbahn das Erz nach Frick, von dort gelangte es mit der Bahn nach Basel und mit Schiffen, das in Ermangelung eines Hochofens in der Schweiz, im deutschen Ruhrgebiet verhüttet wurde. Eine geringe Menge Erz kam nach Choindez. Die von Roll-Werke betrieben einen Hochofen, in welchem auch Herznacher Erz verhüttet wurde. Das ganze Stollenwerk beträgt 32Kilometer.

In einem Stollen vom Bergwerk Herznach konnten 20 Quadratmeter unter einem Stollenboden freigelegt werden und es kamen unzählige Fossilien zum Vorschein. Das im Hauptstollen zusammenfliessende Wasser spülte im sogenannten Wasserstollen einen Teil des Bodens frei, worauf eine grosse Zahl Ammoniten hervortraten. Die anschliessende Grabung bestätigte die Vermutung, dass man auf Meeresboden gestossen war. Hunderte von Ammoniten aller Grössen wurden vor rund 165 Millionen Jahren im damaligen seichten Schelfmeer abgelagert. Geologen bezeichnen die Entdeckung dieses Ammoniten-Friedhofs als Naturwunder. Der Ammoniten-Meeresboden macht das Bergwerk Herznach zu einer einzigartigen Sehenswürdigkeit.

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