Fast 160 Personen meldeten sich für den ersten nationalen Familienanlass von Baukader Schweiz auf dem Gurten an. Mehr als ein Viertel davon waren Kinder. Zwischen Outdoor-Escape-Game, Spielplatz und gemeinsamen Aktivitäten zeigte sich: Familienfreundliche Angebote sind ein echtes Bedürfnis unserer Mitglieder.
Sébastian Lavoyer
Kaum hat Geschäftsführer Ray Gysin die Teilnehmenden begrüsst und die Mitarbeitenden von Baukader Schweiz vorgestellt, hält es die ersten Kinder nicht mehr auf ihren Stühlen. Mit leuchtenden Augen drängen sie Richtung Ausgang. Draussen warten Tablets, geheimnisvolle Aufgaben und zwei Abenteuer. Wenige Minuten später ziehen die ersten Familien über den Gurten. Die einen als Agenten im Einsatz gegen eine drohende Apokalypse, die anderen als Portalwächter auf der Jagd nach magischen Kreaturen.
Der erste nationale Familienanlass von Baukader Schweiz hat begonnen. Fast 160 Personen haben sich für den Premieren-Event auf dem Berner Hausberg angemeldet. Etwas mehr als ein Dutzend musste kurzfristig passen, die meisten krankheitsbedingt. Bemerkenswert: Es fehlte niemand unabgemeldet. Und: Mehr als ein Viertel der Teilnehmenden waren Kinder, die kleinsten um die zwei Jahre alt.
Ein Anlass für die ganze Familie
Die Idee hinter dem Anlass war einfach: Baukader-Mitglieder verbringen viel Zeit auf Baustellen, in Sitzungen oder unterwegs. Gerade für junge Mitglieder mit kleinen Kindern bleibt daneben kaum Zeit, um sich mit Gleichgesinnten zu vernetzen und Sektionsanlässe zu besuchen. Einzelne Sektionen kennen zwar solche Familienanlässe, aber längst nicht alle.
«Mit diesem Anlass wollten wir bewusst die Familien unserer Mitglieder einbeziehen», sagt Geschäftsführer Ray Gysin. «Die grosse Nachfrage zeigt, dass wir damit ein Bedürfnis getroffen haben. Besonders freut uns, dass einige Mitglieder teilgenommen haben, die bisher noch nie an einem Anlass ihrer Sektion dabei waren.»
Zu ihnen gehörte Pascal Gartmann, Mitglied der Sektion Bern-Deutschfreiburg, 36-jährig und Vater zweier kleiner Kinder. «Ich arbeite viel und mir ist die Familie sehr wichtig. Deshalb bin ich bis jetzt noch nie an einem Sektionsanlass gewesen. Als dann das Angebot kam, mit der ganzen Familie teilnehmen zu können, habe ich keine Sekunde gezögert. Wir hatten alle zusammen richtig Spass.»
Von Chur bis Frauenfeld
Zwischen Spielplatz, Aussichtsturm, Miniaturbahn und feinem Zmittag im Pavillon entstanden Begegnungen, die an klassischen Verbandsanlässen kaum möglich sind. Kinder spielten miteinander, Eltern kamen ins Gespräch und Mitglieder lernten Kolleginnen und Kollegen aus anderen Regionen der Schweiz kennen.
Die Anreise nahmen viele Familien gerne auf sich. So reiste etwa Ueli Giger von der Sektion Chur gemeinsam mit seiner Frau an. Über 280 Kilometer und mehr als drei Stunden Weg lagen zwischen Wohnort und Gurten. Auch Daniel Bürgi aus der Sektion Frauenfeld machte sich mit seiner Familie früh auf den Weg. Zusammen mit drei Kindern startete die Familie bereits früh morgens Morgen in Felben-Wellhausen im Kanton Thurgau, um gegen 9.30 Uhr auf dem Gurten einzutreffen.
Vertreten waren Mitglieder aus 20 Sektionen. Von Chur im Südosten bis Basel im Nordwesten, aus dem Kanton Freiburg bis aus dem Kanton Schaffhausen reisten sie an. Einige als regelmässige Besucher von Verbandsanlässen, für andere wars – wie angetönt – eine Premiere.
Auf Mission als Weltenretter
Den grössten Andrang verzeichnete am Morgen das Outdoor-Escape-Game der Firma Liberrari GmbH. Kaum waren die Teams eingeteilt, stürmten Kinder gemeinsam mit ihren Eltern los. Zur Auswahl standen die Abenteuer «Magic Portal» und «Operation Mindfall». Ausgerüstet mit iPads und einer Tasche voller Hilfsmittel machten sich die Teams auf den Weg zu verschiedenen Spielstationen auf dem Gurten. Dort warteten Rätsel und knifflige Denkspiele.
Während bei «Magic Portal» fantastische Wesen aus vergessenen Welten eingefangen werden mussten, galt es bei «Operation Mindfall», als Agenten einer Geheimorganisation die Menschheit vor einem gefährlichen Virus zu retten. Die Mischung aus Bewegung, Technik und Teamarbeit kam bei Jung und Alt gleichermassen gut an. Immer wieder waren Familien zu beobachten, die gemeinsam über Lösungen diskutierten oder sich über einen erfolgreich absolvierten Posten freuten.
Spiel, Spass und bunte Gesichter
Auch abseits des Escape-Games war auf dem Gurten viel los. Berger Events sorgte mit verschiedenen Outdoorspielen für Unterhaltung. Beim Cornhole, Nostalgiekegeln, Hufeisenwerfen, Power Tower oder XXL-Tangram waren Geschicklichkeit, Zusammenarbeit und manchmal auch etwas Glück gefragt.
Ein regelrechter Publikumsmagnet war das Kinderschminken. Eigentlich war das Angebot von 11 bis 14 Uhr geplant. Doch der Andrang war so gross, dass Viola Thielere bereits früher begann und schliesslich um eine weitere Stunde verlängerte. Praktisch ohne Unterbruch schminkte sie – Kinder und Erwachsene. Einhörner, Schneeprinzessinen, Schlangen, Löwen oder Giraffen: Das Angebot von Viola war heissbegehrt bei Gross und Klein. Selbst am Ende des Nachmittags warteten noch weitere Interessierte geduldig auf ihre Verwandlung.
Positive Rückmeldungen aus der ganzen Schweiz
Dass der Anlass gut angekommen ist, zeigte sich nicht nur auf dem Gurten selbst, sondern auch danach. Bereits kurz nach dem Anlass trafen auf der Geschäftsstelle zahlreiche Dankesnachrichten ein.
Zoran Kocev, Präsident der Sektion Luzern, schrieb: «Ich möchte euch noch für den super Anlass danken. Wir hatten einen wundervollen und lustigen Tag. Auf dem Rückweg bekam ich von den Mitgliedern durchwegs positives Feedback. Alle hoffen, dass ein Anlass in dieser Art nächstes Jahr wiederholt wird.»
Auch Sebastian Harmutter von der Sektion Fricktal-Brugg-Baden zog eine positive Bilanz: «Herzlichen Dank für die Durchführung dieses tollen Anlasses. Es war wirklich ein äusserst gelungener Tag für uns. Sehr abwechslungsreich und unterhaltsam.»
Der erste nationale Familienanlass von Baukader Schweiz war weit mehr als ein gemeinsamer Tag auf dem Gurten. Er zeigte, dass Verbandsleben auch dort stattfinden kann, wo Familie, Freizeit und berufliches Netzwerk zusammenkommen. Die Baukader-Familie vereint in der Bundesstadt. Ein Erfolg durch und durch.