Die Mitglieder des BAUKADER CLUB 100 kommen jährlich im Rahmen eines Netzwerkanlasses zusammen. Bisher haben folgende Events stattgefunden:
Beton, Stahl und die heilige Barbara – der Club-100-Event führte rund 40 Teilnehmende auf die Jahrhundertbaustelle in Uri. Von der Kantine gings direkt in den Berg. Ins Herz der Betonelemente-Produktion in den ehemaligen Munitionsdepots.
Sébastian Lavoyer
Acht Jahre Planung, fünf Jahre Vorbereitung, zwei Jahre Bohren: Wer die Baustelle der zweiten Gotthardröhre betritt, taucht ein in ein Generationenprojekt. 19. September, war es so weit: Rund 40 Mitglieder des Club 100 von Baukader Schweiz machten sich auf nach Göschenen. Sie wollten dort hin, wo normalerweise nur Mineure, Ingenieure und Bauarbeiter Zugang haben.
Geschäftsführer Marco Sonego begrüsste die Gruppe in der Kantine Breiti, dem Herzschlagort der Baustelle. Hier essen die 180 Tunnelbauer ihre Mahlzeiten, hier riecht es nach Arbeit. Dann übergab er an Charly Simmen, Bauleiter und Sicherheitschef der Nordseite. Gleich zu Beginn sprach er Klartext: «Wir haben Probleme im Süden, aber der Fahrplan bleibt bestehen.»
Mehrkosten von bis 20 Millionen Franken
Die Realität unter Tage ist zweigeteilt: Im Norden hat sich die Tunnelbohrmaschine (TBM) «Alessandra» bereits fast 1800 Meter tief ins Gestein gefressen. Im Süden aber kam «Paulina» schon nach weniger als 200 Metern ins Stottern. Schuld ist stark zerklüftetes, loses Gestein. Dort wird jetzt konventionell gesprengt – über 500 Meter. Das kostet Zeit und Geld: 15 bis 20 Millionen Franken Mehrkosten, wie das ASTRA mitteilt.
Der Bau der zweiten Röhre ist zwingend. Die erste Strassenröhre, 1980 eröffnet, ist dringend sanierungsbedürftig, wie Charly sagt. Damit sie erneuert werden kann, braucht es den Parallelbau. Seit dem 18. Januar 2025 arbeitet sich die TBM von Norden her Richtung Airolo. Doch bevor sie loslegen konnte, waren fünf Jahre Vorbereitung nötig: Zufahrten, Kavernen, Hilfsstollen.
Gewaltige Last, knapper Raum
Die Herausforderungen sind massiv. Über der Röhre liegen stellenweise 1500 Meter Gestein. Der Druck auf die Tunnelwandungen ist enorm. Gleichzeitig durchquert die Maschine das grösste Süsswasserreservoir Europas. Zwei geologische Störzonen von je rund 300 Metern Länge machen den Vortrieb unmöglich. Deshalb bohrten die Mineure vorgängig sechs Meter breite Infrastrukturtunnel, brachen das Material aus, sicherten die Zone mit Stahl und Beton. Durch diese vorbereiteten Bereiche werden die TBM später hindurchgezogen.
Doch auch oberirdisch sind die Herausforderungen gewaltig. «Wir haben hier kaum Platz», sagt Charly und zeigt uns eine Luftaufnahme von Göschenen. Dorf, Bahnlinie, Strassentunnel, Reuss, Umfahrungsstrasse – ein einziges Nadelöhr. Platz für Installationsflächen? Kaum. Genutzt wird eine alte Panzerverladerampe: 800 Meter lang, nur 20 Meter breit. Zusätzlich wurden ehemalige Munitionsdepots des VBS umgebaut. . «Dort drin werden jetzt die Betonteile für die Auskleidung des Tunnels produziert», erklärt Charly.
Schweisstreibend draussen, Hightech drinnen
Genau in diese Kavernen geht es wenig später in vier Gruppen. Bevor wir jedoch unter Tage gehen, ziehen alle Teilnehmenden einen orangen Arbeitsoverall und einen grünen Helm an. Die Sonne brennt auf unsere Köpfe, Schweiss rinnt unter den Overalls. Durch eine Bahnhofsunterführung, vorbei an gesperrten Geleisen, betreten wir die Baustelle. Hier wird Ausbruchmaterial auf Züge verladen, ins Tessin gebracht, dort in Sand und Kies getrennt – und über denselben Weg zurücktransportiert.
Die Vereinbarung der Kantone ist klar: Uri verwertet den Ausbruch im Norden, das Tessin im Süden. Aus Urner Sand entstehen Tübbinge, mit dem Kies wird der Urnersee renaturiert. Im Tessin wird das Material genutzt, um Gelände zu modellieren und die Autobahn bei Airolo zu überdecken. Begegnungszonen statt Strassenlärm – so lautet das Motto dort.
Endlich geht es in den Berg. In den Kavernen herrscht eine andere Welt. Hier steht die hochautomatisierte Tübbingproduktion. Roboter, Vakuumheber und Bergarbeiter arbeiten Hand in Hand. Dank spezieller Verfahren trocknen die Betonsegmente in nur einem Tag statt in zwei. Alle 20 Minuten verlässt ein neues Element den Berg. Mehr als 40'000 Stück braucht es. Sechs Tübbinge ergeben einen Ring von über 60 Tonnen Gewicht, der später die neue Röhre sichert.
Im Bauch der Baustelle
Nebenan rattert das eigene Betonwerk. Mischfahrzeuge ohne Nummernschilder – im Berg braucht es keine – fahren im Minutentakt hinein und hinaus. Sie werden beladen, fahren ein Stück, kippen ab, kehren zurück. Ein Rhythmus wie in einem Ameisenhaufen.
Die Besucher marschieren tiefer hinein. Die Luft ist feucht, von den Wänden tropft Wasser. An manchen Stellen wachsen Farne und Moos. Hier unten spürt man, dass der Berg lebt. Und plötzlich steht sie da: eine kleine Statue in einer Felsnische. Die Heilige Barbara. Sie wacht über die Männer im Berg, über jene, die bohren, sprengen, betonieren. Beim Bau der ersten Röhre starben 19 Arbeiter. Diesmal, sagt Charly, ist bisher noch niemand ums Leben gekommen. Dank besserer Sicherheitsvorkehrungen – und vielleicht auch dank der Schutzpatronin.
Zurück ans Licht
Nach zwei Stunden tauchen die Teilnehmenden des Club-100-Events von Baukader Schweiz wieder auf. In der Kantine warten Wasser, Bier und ein Glas Weisswein. Man lacht, tauscht Eindrücke. Die Wucht der Maschinen, die Präzision der Ingenieure, die Kühle im Berg – all das hat Eindruck hinterlassen. Der Club 100 war mittendrin, wo Schweizer Baugeschichte geschrieben wird. Und alle wissen: In fünf Jahren wollen sie zurück – dann aber mit dem Auto.
Herzlichen Dank an unsere vier Guides – und an alle rund 40 Teilnehmenden, die trotz Traumwetter mit uns unter Tag gingen!
Zahlen und Fakten
Der Club-100-Event 2024 von Baukader Schweiz brachte die rund 45 Teilnehmenden nach Basel.
Der Club-100-Event von Baukader Schweiz brachte die rund 45 Teilnehmenden nach Basel. Dort baut Generalunternehmer Implenia ein neues Gebäude für das Departement Biomedizin der Universität Basel. Ein 250-Millionen-Franken-Projekt von grösster Komplexität. Implenia setzt dabei voll auf neuste, digitale Arbeitsweisen.
Blitzlichtgewitter – am Strassenrand, nicht auf dem roten Teppich. Wir gehen die Klingelbergstrasse in Basel entlang. Neben uns die Baugrube, wo das neue Gebäude des Departementes Biomedizin der Universität Basel entstehen wird. Noch sieht man vor allem eine Grube, das Fundament und erste Mauern. Spundwände sichern die Baugrube, teils rückverankert, teils abgespriesst.
Die rund 50 Teilnehmenden des Club-100-Events von Baukader Schweiz haben sich in zwei Gruppen aufgeteilt. In der Grube erfahren sie von Bauleiter Jörg Myslowiecki und Himmet Türk, Bauführer des Baumeisters Implenia, mehr über die Herausforderungen der Baustelle.
Bauen mitten in der Stadt
Zwei Gebäude mit Vorlesungssälen und Labors begrenzen die Grube im Nord- und Südosten. Im Westen kreuzen sich zwei Strassen, mit Fussgängern, Velofahrern, öffentlichem Verkehr und Autos. Letztere haben das Blitzlichtgewitter ausgelöst, da das Tempo auf der Klingelbergstrasse reduziert ist. Doch viele Autofahrer scheinen dies noch nicht bemerkt zu haben.
Für Implenia und die anderen Unternehmen heisst es Rücksicht nehmen: auf Studierende, Forschende und Verkehrsteilnehmer. Oliver Lehmann, Gesamtprojektleiter bei Implenia, erläuterte in seinem Referat, wie anspruchsvoll das ist.
Die Zahlen, die der 55-jährige Bauingenieur nennt, sind eindrücklich: Das Gebäude wird 35'000 m2 Geschossfläche umfassen, mit Platz für 200 Studierende und 700 Mitarbeitende. Im neuen Biomedizin-Gebäude werden sechs über die Stadt Basel verteilte Standorte zusammengeführt. Ziel dieser Konzentration ist es, die Entstehung von Krankheiten besser zu verstehen, die Diagnostik zu verbessern und neue Therapieansätze zu entwickeln.
Eine Premiere für den Bauingenieur
Auf zwölf Stockwerken entstehen neue Labore, Büros und Seminarräume. Verbaut werden 4000 Tonnen Stahl und 23’000 m3 Beton – Lehmann vergleicht: «Das entspricht dem Gewicht von 670 Elefanten und dem Volumen von neun Olympia-Schwimmbecken.» Die Kosten betragen über 250 Millionen Franken.
Um die Komplexität zu bewältigen, setzt Implenia auf digitale Tools. Lehmann erklärt: «Für mich ist das die erste komplett papierlose Baustelle.» Gearbeitet wird mit digitalen 3D-Modellen (Building Information Modelling, kurz BIM) und Lean-Management-Methoden.
«Ich will nie mehr anders arbeiten»
Himmet Türk, der Haupt-Bauführer, zeigt am Bildschirm, was das für die Bauarbeiter bedeutet. Jeder Bereich, jede Ebene der Baustelle kann digital eingesehen werden: Bewehrung, Schalung, Wände, Aussparungen – alles bis ins Detail. Türk hatte anfangs Zweifel, ob das funktioniert, doch heute sagt er: «Ich will nie mehr anders arbeiten.» Alle Mengen und Masse sind digital abrufbar, und der aktuelle Stand der Arbeiten ist jederzeit visualisiert.
140 Teilmodelle des Gebäudes sind auf der Software hinterlegt und per Tablet für jeden zugänglich, wie Johannes Löschau, der digitale Gesamtverantwortliche, erklärt. Jeder kann die Informationen aufrufen, die er braucht wie beispielsweise die Elektronik, die Heizungsinstallationen oder die Lüftungssysteme. Es ist, als würde man bei einem 3D-Modell eines Menschen nur die Blutbahnen einblenden.
Fasziniert kamen die Gäste am Ende des Nachmittags im Biozentrum der Universität Basel wieder zusammen, zu kleinen Häppchen und angeregten Gesprächen. «Das war sehr inspirierend und die Implenia gab uns einen spannenden Einblick in die digitalen Möglichkeiten, die wir heute auf dem Bau haben», sagt Marco Sonego, Geschäftsführer von Baukader Schweiz.
Rund 20 CLUB 100-Mitglieder nahmen am Freitag, 29. September am beliebten Event- und Networkingtag von Baukader Schweiz teil. Zu besichtigen gab es die Neubauten der ersten Etappe der städtebaulichen Erweiterung auf dem gemeinsamen Forschungscampus der Empa und Eawag in Dübendorf, die kurz davor stehen in Betrieb genommen zu werden.
Eine strahlende Sonne sorgte bereits beim Eintreffen der Teilnehmer für gute Laune. «The Place Where Innovation Starts» präsentierte sich im schönsten Herbstlicht. Nach der Begrüssung durch Zentralpräsident Marco Sonego und einem Kaffee folgte bereits die Präsentation von Kevin Olas, Leiter Immobilien der Empa. Drei neue Bauten wurden auf dem Gelände der Empa und der Eawag erstellt. Sie bilden gemeinsam die erste Etappe eines neuen Forschungscampus. Olas erläuterte in seiner Präsentation wie die Ausschreibung und Vergabe bis zum Bau gelaufen war. Er betonte hierbei die Wichtigkeit eines digitalen Zwillings und dass man diesen später auch zur Wartung der Gebäude nutzen könne. Ein spannender Fact war zudem, dass bei den Neubauten an der Empa und Eawag entwickelte Innovationen zur Anwendung kamen, wie beispielsweise eine Toilette, die Schwarz- und Gelbwasser trennen und verwerten kann.
Besichtigung vor Ort Anschliessend waren alle Teilnehmer sehr gespannt auf die Besichtigung. Beeindruckt folgte das Publikum Olas durch das Multifunktionsgebäude, lauschte seinen Ausführungen, staunte über die 60 Zentimeter dicken Geschossdecken und bewunderte die in Sichtbeton ausgeführten überhohen Wände. Durch den Keller ging es an der Kältemaschine vorbei, deren Abwärme im Sommer über die 144 verbauten Erdsonden ins Erdreich geleitet und im Winter zum Heizen wieder hochgepumpt wird, durch den Medienkanal ins Laborgebäude.
Höchste baudynamische Anforderungen Dieses steht auf Pfählen, um kleinste Erschütterungen auszuschliessen und so den hohen baudynamischen Anforderungen zu genügen. «Deswegen kam ein Holzbau gar nicht in Frage», erklärte Olas. Denn dieser kann nicht dieselbe Steifigkeit bieten, wie die Ausführung im Massivbau. Alle drei Bauten seien auf eine Lebensdauer von 50 Jahren ausgelegt. Dabei sei es zentral gewesen bereits heute die Flexibilität für eine spätere Umnutzung zu schaffen. «Wir vergleichen immer Lebenszykluskosten mit Investitionskosten. Es macht somit Sinn, bereits heute an eine mögliche spätere Umnutzung zu denken.»
Schönstes Parkhaus der Schweiz Am eindrücklichsten sichtbar geblieben ist dies wohl beim Parkhaus, bestehend aus Beton-Primärträgern und Sekundärträgern auch Holz, die ein wunderschöne Deckenuntersicht bieten. Denn auch das Parkhaus ist darauf ausgelegt, dass man es zu einem späteren Zeitpunkt als Multifunktionsgebäude nutzten kann. Das heisst, dass beispielsweise auf ein Gefälle, wie es Parkhäuser üblicherweise zum Abfluss von Wasser haben, verzichtet wurde. Durch die seitliche Schalung und zusätzliche Bodenabläufe soll bereits im Vorfeld verhindert werden, dass je soviel Metorwasser ins Innere gelangt, dass der Abfluss desselben aufgrund des fehlenden Gefälles zum Problem werden könnte.
Apéro und Austausch Tief beeindruckt gelangten die CLUB 100-Teilnehmer nach der Führung zurück zum Ausgangspunkt, wo bereits ein feiner Apéro auf sie wartete. Kevin Olas, Leiter Immobilien und Vlatko Biljaka, Leiter Bauherrenvertretung und Gesamtprojektleiter «co-operate» standen für Fragen gerne zur Verfügung. Die Herbstsonne strahlte immer noch vom Himmel und so genoss man Weisswein, Bier und Apérohäppchen draussen unter freiem Himmel. Zum Schluss verteilte Sandra Kunz, Marketingprojektleiterin von Baukader Schweiz den Teilnehmern noch je ein Päckli feine «Züri Tirggel», bevor sich die CLUB 100-Teilnehmer nach und nach ins Wochenende verabschiedeten.
Text/Bilder: Anita Bucher
Spektakuläre Einblicke, spannende Gespräche und beeindruckende Ingenieurskunst – der Club100 Event 2022 führte die Mitglieder von Baukader Schweiz auf den Grimselpass. Die exklusive Baustellenbesichtigung der neuen Grimsel-Staumauer Spitallamm zeigte eindrücklich, welche Herausforderungen der Bau auf 1'900 Metern mit sich bringt. Ein genussvolles Abendessen im Grimsel-Hospiz rundete den Anlass perfekt ab.
Der Grimselpass – eine raue, kraftvolle Landschaft, geformt von Wind, Wetter und Wasser. Hier, zwischen schroffen Felsen und tiefblauen Stauseen, steht ein Bauwerk, das seit fast 100 Jahren den Naturgewalten trotzt: die Grimsel-Staumauer Spitallamm. Doch die Zeit hinterlässt Spuren, und so entsteht direkt neben der alten Mauer ein neues Jahrhundertbauwerk – höher, stärker, für die Zukunft gebaut.
Genau an diesem besonderen Ort versammelten sich am 23. September die Mitglieder des Club 100. Eine exklusive Führung gewährte ihnen Einblicke in die monumentale Baustelle, wo Ingenieurskunst und Naturgewalt aufeinandertreffen. Ein Tag voller beeindruckender Perspektiven, spannender Gespräche und genussvoller Momente begann.
Ein beeindruckendes Bauprojekt für die Zukunft Bei strahlendem Sonnenschein fanden sich 21 Mitglieder auf der Baustelle ein, um mehr über das Jahrhundertbauwerk zu erfahren. Andres Fankhauser, Leiter Bau + Ökologie der Kraftwerke Oberhasli AG (KWO), erläuterte in einem spannenden Vortrag die enorme Bedeutung der neuen Staumauer. Gerade im Hinblick auf die zukünftige Energieversorgung der Schweiz sind solche Bauwerke essenziell.
Von der alten Staumauer aus bot sich ein beeindruckender Blick auf die Baustelle. Besucherführer Markus Engel erklärte den Bauprozess sowie die täglichen Herausforderungen, mit denen die Bauleute auf 1'900 Metern über Meer konfrontiert sind. Die Mitglieder des Club 100 zeigten sich tief beeindruckt von der Ingenieurskunst und der Präzision, die in dieses Projekt fließen.
Genuss und Networking im Grimsel-Hospiz Nach der Führung bot ein gemütlicher Apéro die Gelegenheit für angeregte Gespräche. Beim anschliessenden Abendessen im Grimsel-Hospiz wurde das Networking weiter vertieft. Zentralpräsident Marco Sonego nutzte die Gelegenheit, um den Mitgliedern des Club 100 für ihre Unterstützung und Treue zu danken und den Abend offiziell abzuschliessen.
Das Inselspital Bern wächst – mit dem Anna-Seiler-Haus entsteht ein Bauwerk der Superlative. Beim CLUB 100 Event erhielten die Teilnehmenden exklusive Einblicke in die beeindruckende Baustelle: 18 Stockwerke, 83'000 m² Fläche, modernste Bau- und Planungstechniken. Ein Abend voller spannender Perspektiven, faszinierender Technik und wertvollem Networking.
Seit über 650 Jahren steht das Inselspital Bern für medizinische Spitzenleistungen. Heute ist es nicht nur eines der ältesten Unternehmen der Schweiz, sondern auch eines der grössten und modernsten Spitäler des Landes. Mit dem Anna-Seiler-Haus, dem neuen Hauptgebäude B12, entsteht ein Bauwerk, das nicht nur die Zukunft der Schweizer Gesundheitsversorgung prägt, sondern auch architektonisch neue Massstäbe setzt. Beim Club 100 Event von Baukader Schweiz erhielten die Teilnehmenden einen exklusiven Einblick in dieses Jahrhundertprojekt.
Das neue Anna-Seiler-Haus beeindruckt mit gewaltigen Zahlen: 🏗️ 18 Stockwerke 👷♂️ 550 Bauarbeiter täglich 📏 83'000 m² Fläche 💰 601 Millionen Franken Baukosten
Dieses imposante Gebäude wird das 50-jährige Bettenhochhaus ersetzen und künftig das Schweizer Herz- und Gefässzentrum, verschiedene Fachkliniken sowie den Haupteingang des Inselspitals beherbergen. Mit vier Passerellen, darunter eine besonders aufwendige Verbindung zur Kinderklinik, wird es ein zentraler Knotenpunkt des gesamten Spitalbetriebs.
Innovation in Planung und Bau Ein Projekt dieser Dimension erfordert höchste Präzision in der Umsetzung. Bruno Jung, Gesamtprojektleiter der Inselgruppe AG, und Tossan Souchon, CEO des Generalplaners Archipel, erklärten den Teilnehmern, wie das Bauvorhaben dank Lean Construction und BIM (Building Information Modeling) effizient koordiniert wird.
Anstatt starrer Zeitpläne setzen die Beteiligten auf ein flexibles System: Die 650 involvierten Firmen stimmen ihre Arbeiten selbstständig ab – sichtbar auf einer großen Terminwand mit farbigen Markierungen für jede Aufgabe. Besonders verblüffend: Ein einfaches Klebepunkt-System an den Türrahmen zeigt an, welche Arbeiten in den einzelnen Patientenzimmern bereits erledigt wurden.
Beim Rundgang durch das entstehende Gebäude staunten die Club 100-Mitglieder über die technischen Installationen der zukünftigen Operationssäle und die logistische Meisterleistung, die hinter dem Bau steht. Die beeindruckenden Einblicke führten zu angeregten Diskussionen, die beim anschliessenden Apéro und Abendessen in entspannter Atmosphäre fortgesetzt wurden.
Der CLUB 100 Anlass vom 30. Oktober 2020 in Zermatt musste aufgrund der Situation im Zusammenhang mit dem Coronavirus und den restriktiven Massnahmen abgesagt werden. Ob dieser auf ein späteres Datum verschoben wird ist noch unsicher.
Am 24. Oktober kamen die CLUB 100-Mitglieder in Erstfeld zusammen, der Wiege des Gotthard-Basistunnels. Auf die Teilnehmer wartete eine 2.5stündige fachkundige Führung im Zugangsstollen des Basistunnels und im EIZ (Erhaltung- und Interventionszentrum). Ein Erlebnis am Tunnelfenster und die Analyse von möglichen Ereignissen fesselten besonders die Teilnehmer. Das Networking-Teil fand im historischen SBB-Depot statt.
Pius Helg, Zentralpräsident von Baukader Schweiz begrüsste die Anwesenden auf der grössten Hochbaustelle der Schweiz, dankte für ihr zahlreiches erscheinen und übergab das Wort anschliessend an Steivan Clavadetscher, Leiter Ausführung von THE CIRCLE am Airport Zurich. Der japanische Architekt, Riken Yamamoto, habe bei seinem Besuch in der Schweiz – vor Erstellung des Projektes für THE CIRCLE – das Niederdorf besucht. Beeindruckt von dessen Dichte und Vielfalt, habe er anschliessend THE CIRCLE geschaffen, erklärte Clavadetscher.
Thomas Wehrle, Vizedirektor der ERNE AG Holzbau und Forscher im Bereich der digitalen Fabrikation, führte die anwesenden CLUB-100-Gäste ein in die Welt des digitalen Planens und Bauens. Bevor die Gäste an der Preisverleihung Cadre d’Or teilnahmen erfuhren sie, wie heute bei ERNE AG Holzbau geplant und gebaut wird.
Am 13. Oktober 2016 kamen die CLUB 100-Mitglieder zusammen, um die Empa (Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt) und das dort gelegene NEST (modulares Innovation- und Experimentalgebäude) besser kennen zu lernen.
Bevor die CLUB 100-Mitglieder am 22. Oktober 2015 die Preisverleihung Cadre d’Or besuchten, stand der CLUB 100-Event zum Thema BIM an. Der Referent, Friedrich Häubi, erklärte, wie BIM das Potential hat, künftige Bauprozesse zu revolutionieren.
Der Besuch der LoBOS, der wohl grössten privaten Baustelle der Schweiz in Schafisheim, stellte 2014 den Rahmen für den Networking-Event dar. Nicht nur die Grösse der Baustelle erstaunte, sondern auch die 60‘000 Tonnen Backwaren, die hier ab dem Jahr 2016 produziert werden.
Am 24. Oktober 2013 fand der Networking-Event des CLUB 100 im Kursaal in Bern statt. Dr. Alexander Ilic, CEO der erfolgreichen Schweizer Start-Up-Firma Dacuda AG, referierte über die Tätigkeit seiner Unternehmung in der IT-Branche.
Am 9. Oktober 2012 fand in 120 Metern Höhe im Swiss Prime Tower der Networking-Event mit einer Führung in den Untergrund des Gebäudes statt. Beim anschliessenden Apéro riche informierte Baukader Schweiz über laufende Projekte.